Rpf-Liga : Tabellenführer gestürzt

Heute waren wir beim Tabellenführer Sfr.Heidesheim zu Gast, eine junge Mannschaft die mit IM Johannes Carow einen der stärksten Spieler der Liga in ihrer Aufstellung haben.
Der DWZ-Schnitt war 2148 (Heidesheim) zu 2113 (Ludwigshafen).
Wir spielten im geräumigen Saal des Gemeindezentrums Heidesheim.
Nun zum Verlauf. Die ersten Ergebnisse gab es erst kurz vor der ersten Zeitkontrolle.

14:40 : Reiner Junker opferte einen Bauern um seine Figuren gegen den gegnerischen König in Position zu bringen. Es war genug Kompensation da, und als seine Gegnerin ein weiteres Bauernopfer zuliess wurde der Angriff übermächtig.
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1-0 für Ludwigshafen

14:50 : Andreas Lambert hatte seinen Königsflügel geschwächt und dafür Linien am Damenflügel geöffnet. Das hätte gefährlich werden können, doch der Gegner spielte nicht energisch genug und die Partie verflachte zum Remis.

1,5-0,5

15:00 : Julius Muckle verlor gegen IM Carow kurz nach der Eröffnung einen Bauern. Er verteidigte sich zunächst hartnäckig, verrechnete sich jedoch in leichter Zeitnot und stellte einen Turm ein.

1,5-1,5

15:10 : Karl-Heinz Esswein konnte seinen Raumvorteil nicht ausbauen. Alle Schwerfiguren wurden getauscht und die Partie endete Remis.

2-2

16:13 : Roland Simon liess es mit Weiss zu, dass sein Gegner einen Läufer auf e4 einpflanzte. Roland spielte dann geschickt um diesen Läufer herum, vergrösserte seinen Raumvorteil am Königsflügel und konnte einen Freibauern bilden, der letztlich entschied.

3-2

Nun liefen noch 3 Partien, die mittlerweile alle im Endspiel gelandet waren. Johannes Feldmann stand dabei sehr passiv, und es war nur die Frage ob er dass Remis hält oder verliert.
Die Stellung von Stefan Johann war sehr kompliziert, wobei er zuvor wohl etwas Vorteil hatte. Komplett auf Verlust stand Richard Muckle, dessen Gegnerin den königsindischen Angriff gegen die französische Verteidigung mustergültig vorgetragen hatte.

ca. 16:40

Richard hatte mittlerweile 2 Bauern weniger und war komplett auf die Grundreihe zurückgedrängt. Die Hoffnung war, den gegnerischen a-Bauern zu erwischen, wonach alle Bauern an einem Flügel wären. Es sah jedoch nicht gut aus, da er auch noch auf Grundreihenmatt stand (ein weisser Bauer war bis auf h6 vorgedrungen).
Die Gegnerin lies nicht das geringste Gegenspiel zu, und brachte Richard schliesslich in Zugzwang, wonach er den Springer auf ein ungedecktes Feld stellen musste.
Sie nahm den Springer, und Richard gab noch ein Schach mit seiner letzten verbliebenen Figur, dem Turm.
Langsam dämmerte es nun den Zuschauern und auch der unglücklichen Gegnerin : Patt, der Turm kann den König mit Schachs verfolgen und darf nicht genommen werden.

3,5-2,5

Die letzten Partien endeten dann relativ schnell. Stefan Johann hielt das Remis, bei Johannes Feldmann hingegen war nichts zu machen. Endstand somit 4-4.

Heidesheim rutscht damit auf den zweiten Platz hinter Frankenthal (die ihr Spiel mit 4,5-3,5 gewannen). Die Entscheidung um den Aufstieg fällt wohl im Zusammentreffen dieser beiden Mannschaften. Wir haben noch geringe Chancen, aber nur wenn Frankenthal und Heidesheim nochmal etwas abgeben.

42Sfr.Heidesheim21485SK 1912 Ludwigshafen211344new4.39
1 1 Carow,Johannes 2462 2 Muckle,Julius 2254 1 0 0.77
2 2 Wilhelm,Till 2188 3 Feldmann,Johannes 2169 1 0 0.53
3 3 Karst,Elmar 2205 4 Johann,Stefan 2179 ½ ½ 0.54
4 4 Carow,Annelen 2120 5 Junker,Reiner 2154 0 1 0.45
5 6 Klein,Christoph 2056 7 Simon,Roland 2052 0 1 0.51
6 5 Beck,Michael 2090 6 Lambert,Andreas 2165 ½ ½ 0.40
7 7 Faldum,Manfred 2040 8 Esswein,Karlheinz 2004 ½ ½ 0.55
8 8 Krannich,Annette 2026 9 Muckle,Richard 1927 ½ ½ 0.64 

Sieg gegen ersatzgeschwächte Koblenzer

Heute hatten wir die zweite Mannschaft des SV Koblenz zu Gast, die einen Platz vor uns in der Tabelle standen. Leider waren die Koblenzer aufgrund kurzfristiger Erkrankung nur zu sechst. Und bei diesen sechs Spielern mussten sie noch überwiegend auf Ersatzspieler zurückgreifen, der an 9 gemeldete Spieler wurde an Brett 2 aufgestellt.

Allerdings sind bei Koblenz auch die Ersatzspieler noch relativ gut, so dass es kein Selbstläufer war. Am Ende sprang ein 6-2 heraus, was für uns in der Tabelle den dritten Platz bedeutet. Da ich Freilos hatte, bekam ich vom Kampf wenig mit. Ich war zwischendurch weg und kam erst zurück, als nur noch Roland und Johannes spielten, die beide punkteten.

In der Tabelle liegen wir nun auf Platz drei, da Frankenthal und Heidesheim ebenfalls gewonnen habe. Immerhin haben wir einen halben Brettpunkt gegenüber Heidesheim gutgemacht.

SBRP-Ergebnisdienst Runde 4

 

 

35SK 1912 Ludwigshafen21061SV Koblenz 03/25   II194162new5.59
1 2 Muckle,Julius 2254 1 Polster,Wolfgang,Dr. 2201 0 1 0.58
2 3 Feldmann,Johannes 2169 9 Eisele,Guido 2046 1 0 0.67
3 4 Johann,Stefan 2179 7 Schäfers,Andreas 1989 ½ ½ 0.75
4 6 Lambert,Andreas 2165 10 Götz,Heiko 2077 + - k 0.62
5 7 Simon,Roland 2052 12 Kalnitsky,Michael 1957 1 0 0.63
6 8 Esswein,Karlheinz 2004 13 Prison,Helga 1531 + - k 0.95
7 9 Muckle,Richard 1927 19 Schönberger,Kay 1831 1 0 0.63
8 10 Gypser,Andreas,Dr. 2098 17 Peiter,Andre 1899 ½ ½ 0.76 

Rpf-Liga : Glatter Sieg in der Hasenmühle

Das weiteste Auswärtsspiel der Saison führte uns nach Wittlich in die "Hasenmühle", in der früher zahlreiche Meisterschaften, Kaderlehrgänge und ähnliches stattfanden. Wir setzten den Rheinland-Liga Aufsteiger SC Wittlich von Anfang an unter Druck.
12:19 : Andreas Lambert hatte einen Bauern für Initiative geopfert und dabei einen undeckbaren Mattangriff bekommen. Nach einer guten Stunde stand es bereits 1-0 für Ludwigshafen.
An den übrigen Brettern sah es auch sehr gut aus, so dass sich der Berichterstatter einen kleinen Spaziergang in die angrenzende Natur erlaubte. Als er zurückkam, waren zwei Partien beendet.
ca. 14:00 :
- Dieter Villing hatte in eigentlich ausgeglichener Stellung einen Blackout und übersah eine Springergabel. 1-1
- Julius Muckle's Gegner kam mit der von ihm gewählten Halbslawischen Verteidigung nicht zurecht, und versuchte sehr früh ein für die Variante untypisches Damenmanöver (Dd8-a5-h5). Das bewährte sich gar nicht, die Dame kam in Bedrängnis und Julius gewann durch Spiel im Zentrum. 2-1
- Es folgte ein Remis von Reiner Junker. Reiner's Gegner hatte zunächst eine taktische Wendung übersehen und dabei einen Bauern bei schlechterer Stellung verloren. Dann jedoch hatte Reiner's Dame mitten auf dem Brett (e4!) plötzlich kein Feld mehr. Er musste sie für Turm und Figur geben, worauf der Gegner Remis anbot was angenommen wurde. 2,5-1,5
- Stefan Johann spielte mit Weiss gewohnt zentral und solide. Sein Gegner stellte die Rochade zurück und griff mit seinem h-Bauern an, was zur Öffnung der h-Linie führte. Mangels Nachschub konnte daraus aber kein Angriff enstehen, und am Ende musste der Wittlicher doch selbst kurz rochieren. Stefan brach im Zentrum durch und brachte sein Läuferpaar zur Geltung. 3,5-2,5
- Johannes Feldmann hatte eine für den langsamen Spanier oder Italiener (c3/d3) typische Manöverpartie. Der Gegner rückte am Königsflügel vor, schwächte sich dabei aber nur selbst. Es folgte - im Prinzip ähnlich wie bei Stefan - der erfolgreiche Durchbruch im Zentrum. 4,5-2,5
- Yannick Kemper brachte ein gefährliches Bauernopfer, was der Gegner mangels konkreter Kenntnisse lieber ablehnte. Yannick setzte mit einem Figurenopfer nach, was sehr riskant aussah. Der Gegner spielte erneut vorsichtig und gab die Figur zurück. Wie die spätere Analyse zeigte, hätte er die Figur durchaus behalten können. Seine Stellung wäre dann zwar unbequem gewesen (König in der Mitte), aber objektiv besser. Nach Rückgabe der Figur war der König immer noch in der Mitte, die aktiven Schwerfiguren reichten aber für Remis. 5-2
- Als letzter spielte Richard Muckle. Er hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert, und konnte dafür im Schwerfigurenendspiel (jeder 2 Türme und Dame) auf die zweite Reihe eindringen. Es reichte jedenfalls um den Bauern zurückzugewinnen und ein remisliches Damenendspiel entstand. Hier machten beide Seiten keine Fortschritte - Remis.

Endstand 5,5-2,5

Heidesheim und Frankenthal konnten voll Punkten und sind damit mit 6-0 Mannschaftspunkten vorne. Dahinter teilen wir uns mit Koblenz, unserem nächsten Gegner, Platz 3-4.

Rheinlandpfalzliga : Harte Niederlage

Heute spielten wir in der zweiten Runde der Rheinlandpfalzliga gegen Frankenthal, einen unserer Konkurrenten um den begehrten Aufstiegsplatz.
Obwohl wir diesmal ohne Ersatz spielten, haben 2-6 verloren. Dabei fing es eigentlich ganz gut an, nach einer Stunde standen alle ok, auch die die sonst in der Eröffnung öfter mal Schwierigkeiten hatten.

Die Ereignisse in zeitlicher Abfolge :

10:00 : Start
13:40 : Roland Simon verrechnete sich in einer Stellung in der beide Spieler glaubten, etwas besser zu stehen. Das führte zu Bauernverlust und später zum aussichtslosen Endspiel. 0-1.
13:45 : Nur kurze Zeit später gab Andreas Lambert auf. Er hatte seinen Gegner in der Eröffnung überrascht, kam dann jedoch selbst mit den entstehenden Stellungsbildern nicht klar. Ein taktischer Einschlag kostete einen Bauern bei weiterhin schlechter Stellung und knapper Zeit. 0-2
Zu diesem Zeitpunkt hatten Reiner Junker und Richard Muckle jeweils eine Qualität weniger, so dass es an Brett 4-8 nicht gut aussah.

13:59 : Johannes Feldmann war im Franzosen am Königsflügel arg unter Druck gekommen, konnte sich jedoch ins Dauerschach retten. 0,5 - 2,5

14:05 : Reiner Junker konnte keine Kompensation für die Qualität bekommen und verlor. 0,5 - 3,5

14:10 : Remis von Jochen Bruch an Brett 2. Jochen hatte ein Remisangebot abgelehnt und im Damenendspiel eine leichte Initiative entwickelt. Der Gegner opferte dann eine Figur und konnte das Endspiel aufgrund des "falschen" Randbauern (a-Bauer bei eigenem schwarzfeldrigen Läufer) remis halten.  1-4

14:45 : Stefan Johann erziehlte den Ehrentreffer. In einem Damengambit nutzte er im Endspiel die aktive Figurenstellung und die bessere Bauernstruktur. 2-4

Die verbliebenen beiden Partien gingen ebenfalls verloren.

Julius Muckle hatte an Brett 1 ein interessantes Figurenopfer gebracht, wofür er langfristige Initiative bekam. Der Gegner gab die Figur zurück und landete im besseren Endspiel, das er dann auch gewinnen konnte.

Richard Muckle hatte in der Eröffnung leichten Vorteil erhalten, den er bis ins Endspiel halten konnte. Dort hätte er Remis halten können, sah jedoch eine scheinbar günstige Möglichkeit auf Gewinn zu spielen. Diese Möglichkeit erwies sich als zu riskant, und der Gegner konnte mit Qualität mehr gewinnen.

Damit Endstand 2-6 für Frankenthal.