Rheinlandpfalz-Liga : Dritter Platz

Heute haben wir die Zentralrunde der Rheinlandpfalzliga ausgerichtet. Wie immer ist das ein schönes Event zum Saison-Abbschluss, bei dem sich die ganze Liga noch einmal sieht.
Spannend war es auch, vor allem an der Spitze : Der Tabellenzweite Heidesheim demontierte die Pirmasenser mit 7-1 und wahrte seine Chancen so buchstäblich bis zum Ende. Überraschenderweise lieferte Trier II dem Tabellenführer Remagen einen harten Kampf. Am Spitzenbrett gewann Barzen gegen GM Dgebuadze, und viele Partien gingen Remis aus. Beim Stand von 3,5-3,5 lief dann nur noch eine Partie. Hier hatte der Remagener Spieler war im Turmendspiel einen Bauern mehr. Tatsächlich hätte die Partie in ein theoretisches Remis-Endspiel übergehen können : Turm + g-Bauer gegen Turm bei passiver Verteidigung. Die Trierer Spielerin entschied sich jedoch für die aktive Verteidigung und verlor. Im Falle eines 4-4 wäre Heidesheim aufgestiegen, so ist es der SC Remagen, der in dieser Saison gleich 5 mal mit 4,5 gewann.

Zu unserem Abschneiden : Wie schon im letzten Jahr spielten wir in der Schlussrunde gegen die zweite Mannschaft von Koblenz, die dieses mal gegen den Abstieg spielten und relativ stark standen. So spielten an Brett 7 + 8 Spieler mit DWZ über 2100. Wir waren aber gut drauf und konnten ziemlich glatt gewinnen. Die Ergebnisse im Schnelldurchlauf :
Relativ früh einigte sich Stefan Johann mit den schwarzen Steinen auf Remis. Johannes Feldmann gewann im Königsangriff, wobei sein Gegner sich zwischendurch fast ein wenig befreien konnte. Julius Muckle bekam gegen den Stonewall seines Gegners recht schnell Spiel am Damenflügel, das er zum Sieg führte. Ein weiteres Schwarzremis erziehlte Jochen Bruch am Spitzenbrett. Andreas Gypser verwertete seine Mehrqualität in einer spannenden Partie. Reiner Junker holte das Remis zum 4,5 - 1,5.
An Brett 8 bekam Yannick Kemper bei seinem Rheinlandpfalz-Liga Debüt direkt den stärksten Gegner, den man am 8.Brett bekommen kann (DWZ 2147). Wie gewohnt spielt er aktiv und übte lange Zeit starken Druck aus. Am Ende triumphierte jedoch die zähe Verteidigung seines erfahrenen Gegners. Den Abschluss zum 5,5-2,5 setzte Andreas Lambert der einen Minoritätsangriff im Engländer durchbrachte.

In der Tabelle stehen wir nun auf Platz 3. Zumindest bei den Brettpreisen waren wir erfolgreich. Hier stand Stefan Johann schon vor der Runde als Sieger an Brett 5 fest. Er holte insgesamt 7,5 aus 9 Partien.

 

Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben, sei es beim Auf- und Abbau, Kuchenbacken, Einkaufen, bei der Organisation oder beim Verpflegungsstand.

 

Rpf-Liga : Erste verliert gegen Frankenthal

Heute mussten wir uns leider von unseren letzten theoretischen Aufstiegschancen verabschieden. Der Heimkampf gegen Frankenthal fing etwas nervös an, da ein Frankenthaler krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen war und zwei weitere Spieler Probleme hatten, unser Spiellokal zu finden. Sie kamen aber glücklicherweise noch innerhalb des Zeitlimits an und die Partien konnten normal gespielt werden.

Nach einer halben Stunde stand es also 1-0 für Ludwigshafen durch einen kampflosen Sieg von Stefan Johann.
Danach lief aber nicht mehr viel zusammen. Karlheinz Esswein - mit einer Nachtschicht in den Knochen - kam mit Schwarz ziemlich unter die Räder. Julius Muckle übersah am Ende einer taktischen Variante ein Springeropfer seines Gegners. Andreas Lambert kam in einen nicht zu parierenden Angriff, der souverän zu Ende geführt wurde.
Roland Simon hatte einen überoptimistischen Angriff seines Gegners abgewehrt und kam mit einer Mehrqualität heraus - allerdings hatte der Frankenthaler Kompensation in Form von aktiven Leichtfiguren und ständig drohenden Springergabeln. Roland übersah eine starke Umgruppierung und geriet in die Defensive. Danach opferte er eine Figur für zwei Freibauern, die jedoch nicht richtig in Fahrt kamen. Er unterstützte sie mit dem König und geriet dabei in ein Mattnetz.
Gegen zwei Uhr - nach 4 Stunden Spielzeit - stand es somit 1-4 für Frankenthal.
An den restlichen Brettern sah es ganz gut für uns aus, und ein 4-4 war nicht unmöglich.
Richard Muckle hatte eine Qualität geopfert, und dafür das Läuferpaar und zwei Bauern bekommen, darunter ein starker Freibauer. Ein Remis war jederzeit drin, aber natürlich wollte er die Partie gewinnen. Leider verzettelte er sich dabei und gab den gegnerischen Türmen zu viel Aktivität, so dass er am Ende noch verlor.
Stand damit 1-5 für Frankenthal.
Reiner Junker konnte den Angriff seines Gegners parieren und führte die Mehr-Qualität zum Sieg : 2-5
Als letztes spielte unser erster Vorsitzender Andreas Gypser. Er hat in einem Endspiel Dame + Springer gegen Dame + Läufer einen minimalen Vorteil. Er konnte einen Freibauern bilden, und als der gegnerische König herbeieilte um ihn zu stoppen kam er unter Angriff, was zu Figurenverlust führte. Das dann entstehende Endspiel verwandelte Andreas nach 6,5 Stunden zum vollen Punkt.

Damit 3-5 für Frankenthal.

Rpf-Liga : Niederlage gegen Remagen

Heute spielten wir in der Rpf-Liga zu Hause gegen einen der Liga-Favoriten, den SC Remagen-Sinzig. Die Remagener bieten an ihren ersten drei Brettern drei Meisterspieler aus Belgien und Russland auf, die für Spieler in dieser Liga fast unschlagbar sind (aber natürlich eine interessante sportliche Herausforderung bieten). Die hinteren 5 Bretter sind jedoch alle im schlagbaren Bereich, so dass die Sache dennoch nicht aussichtslos ist.

Wie der Titel schon sagt : Es hat nicht geklappt, aber zumindest haben wir einen harten Kampf geliefert. Hier nun die Ergebnisse in chronologischer Reihenfolge.

13:45 : Karlheinz Esswein gewinnt mit Schwarz souverän. Im Endspiel hatte Karlheinz einen Mehrbauern, der jedoch ein isolierter Doppelbauer war. Dazu kamen jedoch aktive Figuren. Er löste den Doppelbauern auf und fiehl dabei noch mit Türmen und Läufern über den im Zentrum verblienen gegnerischen König her. 1-0

14:40 : Andreas Lambert übersah in schwieriger Stellung gegen den russischen Meisterspieler Alienkin eine taktische Wendung. 1-1

14:45 : Am Spitzenbrett verlor Jochen Bruch gegen den belgischen Grossmeister Dgebuadze. Bereits in der Eröffnung geriet er in die Defensive und konnte sich nicht befreien. 1-2

15:12 : Ersatzspieler Richard Muckle holte gegen den Holländer van Nieuwnhuizen souverän Remis, wobei er im Turmendspiel und nachher im Bauernendspiel noch alles versucht hatte, um den vollen Punkt zu holen. 1,5-2,5

15:25 : Stefan Johann schlägte Fide-Meister Busch. Busch stand vielleicht sogar minimal besser. Bei seinen Gewinnversuchen hatte die Bauern weit vorgerückt, was zu Schwächen im eigenen Lager führte. Stefan spielte taktisch genauer und nutzte diese Schwächen zum Sieg. 2,5-2,5

 

Von den verbliebenen drei Partien standen nun leider 2 auf Verlust für uns, so dass es nach einer Niederlage aussah. Zunächst gingen wir jedoch in Führung.

 

16:14 : Reiner Junker hatte systematisch darauf gespielt, den gegnerischen Läufer "schlecht" zu machen. Das konnte er am Ende zum vollen Punkt verdichten. 3,5 - 2,5.

16:36 : Julius Muckle stand mit Turm gegen 2 Figuren kritisch, Zeitnot kam dazu und er konnte die Partie nicht mehr halten. 3,5-3,5

17:12 : Andreas Gypser hatte seit über 6 Stunden zähen Wiederstand im schlechteren Turm-Endspiel geleistet, aber es reichte nicht. Am Ende verwertete der Gegner seine 2 Mehrbauern.

 

Damit ging es denkbar knapp 3,5 - 4,5 für Remagen aus. Wir liegen 2 Mannschaftspunkte hinter der Führungsgruppe und müssen auf Ausrutscher der Gegner hoffen.

 

 

Rheinlandpfalzliga : Weitestes Auswärtsspiel

Heute spielten wir gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten Trier, das weiteste Auswärtsspiel der Saison. Die Trierer traten in absoluter Bestbesetzung an (DWZ-Schnitt 2064, im letzten Spiel waren es nur 1982) und lieferten uns einen harten Kampf.

Und so lief es :

11:50 Brett 3 : Stefan Johann, der mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, holte nichts aus der Eröffnung und nahm das Remisangebot seines Gegners an. 0,5-0,5
13:53 Johannes Feldmann verlor am Spitzenbrett. Johannes hatte Raumvorteil erreicht, postierte seine Figuren zum Königsangriff, wurde jedoch im Zentrum ausgekontert. 0,5-1,5
14:42 Andreas Lambert gewinnt an Brett 4. Sein Gegner stürmte mit einer Bauernwalze auf ihn los und erreichte eine gefährliche Angriffsstellung. Er setzte jedoch ungenau fort und übersah ein Bauernopfer, nach dessen Annahme die schwarzen Läufer über die offene weisse Stellung herfiehlen. 1,5-1,5
15:10 : Reiner Junker gewinnt an Brett 5 durch Zeitüberschreitung des Gegners. Reiner hatte eine Druckstellung, es war aber nichts konkretes zu sehen. Der Gegner führte den 40.Zug noch aus, jedoch war die Zeit gefallen. 2,5-1,5
15:20 : Brett 6 : Andreas Gypser zog beim gegenseitigen Königsangriff mit heterogenen Rochaden den Kürzeren. 2,5-2,5
15:29 : Brett 2 : Julius Muckle spielte die Eröffnung sehr genau und konnte den gewonnenen Bauern im Endspiel umsetzen.
Damit stand es dann  3,5-2,5 und wir benötigten noch einen Punkt aus den verbliebenen beiden Partien. Da sah es allerdings nicht so rosig aus. Richard Muckle hatte es bei seinem ersten Einsatz in der Rheinlandpfalzliga gleich mit einem 200 Ratingpunkte besseren Spieler zu tun. Richard erreichte ein minimal schlechteres Endspiel, verlor dann aber einen Bauern. Das daraus enstehende Turmendspiel sah zunächst ziemlich übel aus. Richard verteidigte sich jedoch hartnäckig, und der Gegner fand nicht immer den besten Zug. Um 17:00 gelang es Richard schliesslich den letzten gegnerischen Bauern zu schlagen : Remis und 4,0-3,0.
Nun lief nur noch die Partie von Roland Simon, der es mit einer der stärksten U16-Spielerinnen in Deutschland zu tun bekam. Aus einer unkonventionellen Eröffnung entstand eine Stellung mit langen Bauernketten. Roland konnte die h-Linie öffnen und besetzen, jedoch waren die Einbruchsfelder gesichert. Es sah an dieser Stelle stark nach Remis aus. Zu diesem Zeitpunkt stand Richard Muckle noch auf Verlust, und ein Remis hätte dann ein 4-4 bedeutet. Roland fand eine Möglichkeit zum Weiterspielen. Er brachte ein unklares Figurenopfer am Damenflügel für zwei Bauern. Die Partie ging bis in die 7.Spielstunde, und die Ereignisse überschlugen sich. Roland gab zunächst einen Bauern zurück, die gegnerischen Figuren wurden immer aktiver. Als dann auch noch die Damen getauscht wurden, sah es äusserst kritisch aus. Aber völlig unerwartet spielte nun der Turm auf der h-Linie eine grosse Rolle. Er gewann nämlich den gegnerischen g-Bauern, wonach Rolands eigener g-Bauer frei wurde und aufgrund der unglücklichen gegnerischen Figurenkonstellation nicht mehr gehalten werden konnte.

Damit am Ende 5-3 nach 6,5 Stunden Spielzeit.

In der Tabelle sind wir zu Remagen (4-4 gegen Heidesheim) aufgeschlossen und haben nur einen halben Brettpunkt weniger.